Ipamorelin 10mg – Selektives Wachstumshormon-Sekretagogum
Ipamorelin ist ein von Novo Nordisk entwickeltes, synthetisches Pentapeptid und gilt seit seiner Erstbeschreibung (Raun et al., 1998) als das selektivste Wachstumshormon-Sekretagogum (GHS) unter den Ghrelin-Mimetika. Im Gegensatz zu GHRP-2 oder GHRP-6 erhöht es weder Cortisol noch Prolaktin.
Dieses 10mg-Vial eignet sich für Forschungsansätze rund um pulsatile GH-Freisetzung und selektive Rezeptor-Pharmakologie.
Wirkungsmechanismus
Ipamorelin bindet selektiv an den Ghrelin-Rezeptor (GHSR-1a) in der Hypophyse und stimuliert dadurch die pulsatile Freisetzung von Wachstumshormon (GH), was sekundär zu einer erhöhten IGF-1-Produktion in der Leber führt. Andere Hypophysenhormone (Prolaktin, ACTH, FSH, LH) werden dabei nicht nennenswert beeinflusst — ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal gegenüber unselektiven GH-Sekretagoga.
Technische Spezifikationen
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Produktname | Ipamorelin (NNC 26-0161) |
| CAS-Nummer | 170851-70-4 |
| Menge | 10mg |
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
| Molekülformel | C₃₈H₄₉N₉O₅ |
| Molekulargewicht | 711,86 g/mol |
| Reinheit | ≥98,9 % (HPLC) |
| Analyse | HPLC / LC-MS |
| Lagerung | 2–8 °C |
Lagerung: Bei −20 °C (Langzeit); nach Rekonstitution bei 4 °C, innerhalb von 2–4 Wochen verwenden. Vor Licht und Feuchtigkeit schützen.
Quelle: Raun K et al., „Ipamorelin, the first selective growth hormone secretagogue“, European Journal of Endocrinology, 1998
Haftungsausschluss: Nicht für den menschlichen oder veterinärmedizinischen Gebrauch bestimmt. Nur für Laborforschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke.
Rekonstitution: Beispielrechnung
Für eine Arbeitskonzentration von 10 mg/ml wird das 10-mg-Vial mit 1 ml sterilem Bakteriostatischem Wasser (BAC Water) rekonstituiert. Das Wasser langsam an der Gefäßinnenwand entlang einspritzen und das Vial vorsichtig schwenken statt zu schütteln.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet Ipamorelin von anderen Ghrelin-Mimetika?
Im Gegensatz zu GHRP-2 oder GHRP-6 erhöht Ipamorelin laut Raun et al. (1998) weder Cortisol- noch Prolaktinspiegel, was es zu einem selektiveren Forschungswerkzeug macht.
Wird Ipamorelin häufig mit anderen Peptiden kombiniert erforscht?
In der Forschungsliteratur wird Ipamorelin oft in Kombination mit GHRH-Analoga wie CJC-1295 untersucht, um synergistische Effekte auf die GH-Ausschüttung zu erfassen.
Qualitätssicherung
Jede produzierte Charge durchläuft eine unabhängige Doppelprüfung: HPLC-Analyse zur Bestimmung der Reinheit sowie LC-MS-Analyse zum eindeutigen Nachweis von Molekülmasse und korrekter Peptidsequenz. Erst nach bestandener Prüfung wird eine Charge freigegeben und mit einem chargenspezifischen Analysezertifikat (COA) ausgeliefert.






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