KPV 10mg – Tripeptid aus der Entzündungsforschung
KPV ist ein natürlich vorkommendes Tripeptid, das dem C-terminalen Fragment (Position 11–13) des Alpha-MSH-Moleküls entspricht. Erstmals 1989 von Hiltz und Lipton beschrieben, zählt es zu den am besten untersuchten melanocortin-rezeptor-unabhängigen Peptidfragmenten mit anti-inflammatorischen Eigenschaften in der präklinischen Forschung.
Dieses 10mg-Vial eignet sich für Forschungsansätze rund um zelluläre Entzündungssignalwege, Darmbarriere-Modelle und Tripeptid-Transportmechanismen.
Wirkungsmechanismus
Anders als das vollständige Alpha-MSH-Molekül bindet KPV nicht an Melanocortin-Rezeptoren — die dafür notwendige Kernsequenz (His-Phe-Arg-Trp) fehlt im Tripeptid vollständig. Stattdessen wird KPV im Darmepithel über den Di-/Tripeptid-Transporter PepT1 aufgenommen und hemmt intrazellulär die NF-κB- und MAPK-Signalwege, unter anderem durch Stabilisierung von IκB-α und Blockade der p65/RelA-Kerntranslokation.
Technische Spezifikationen
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Produktname | KPV (Lys-Pro-Val) |
| CAS-Nummer | 67727-97-3 |
| Menge | 10mg |
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
| Sequenz | H-Lys-Pro-Val-OH |
| Molekülformel | C₁₆H₃₀N₄O₄ |
| Molekulargewicht | 342,44 g/mol |
| Reinheit | ≥98,9 % (HPLC) |
| Analyse | HPLC / LC-MS |
| Lagerung | 2–8 °C |
Lagerung: Bei −20 °C (Langzeit); nach Rekonstitution bei 4 °C, zeitnah verwenden. Vor Licht und Feuchtigkeit schützen.
Quelle: Hiltz ME, Lipton JM, „Anti-inflammatory activity of a COOH-terminal fragment of the neuropeptide α-MSH“, FASEB Journal, 1989; Dalmasso G et al., „PepT1-Mediated Tripeptide KPV Uptake Reduces Intestinal Inflammation“, Gastroenterology, 2008
Haftungsausschluss: Nicht für den menschlichen oder veterinärmedizinischen Gebrauch bestimmt. Nur für Laborforschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke.
Rekonstitution: Beispielrechnung
Für eine Arbeitskonzentration von 10 mg/ml wird das 10-mg-Vial mit 1 ml sterilem Bakteriostatischem Wasser (BAC Water) rekonstituiert. Das Wasser langsam an der Gefäßinnenwand entlang einspritzen und das Vial vorsichtig schwenken statt zu schütteln.
Häufig gestellte Fragen
Wirkt KPV über den Melanocortin-Rezeptor?
Nein — im Gegensatz zu vielen Alpha-MSH-Fragmenten zeigt KPV in der präklinischen Forschung anti-inflammatorische Effekte unabhängig von der Melanocortin-Rezeptor-Bindung.
Seit wann wird KPV erforscht?
KPV wurde erstmals 1989 von Hiltz und Lipton beschrieben und zählt seither zu den am besten dokumentierten Alpha-MSH-Fragmenten in der Entzündungsforschung.
Qualitätssicherung
Jede produzierte Charge durchläuft eine unabhängige Doppelprüfung: HPLC-Analyse zur Bestimmung der Reinheit sowie LC-MS-Analyse zum eindeutigen Nachweis von Molekülmasse und korrekter Peptidsequenz. Erst nach bestandener Prüfung wird eine Charge freigegeben und mit einem chargenspezifischen Analysezertifikat (COA) ausgeliefert.





Bewertungen
Noch keine Bewertungen.