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Melanotan I 10mg

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Hochreines Forschungspeptid, entwickelt für Laborstudien und analytische Tests. | 10 mg | HPLC Reinheit ≥98,9 %

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🔬 Reinheit: 98.9
🧬 Sequenz: Ac-Ser-Tyr-Ser-Nle-Glu-His-D-Phe-Arg-Trp-Gly-Lys-Pro-Val-NH2
⚗️ Molekulargewicht: 1646.85 g/mol
📋 CAS-Nummer: 75921-69-6
SKU: MELANOTAN1-10MG Category:
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Melanotan I 10mg – Alpha-MSH-Analogon aus der Melanotropin-Forschung

Melanotan I (auch als Afamelanotide bekannt) ist ein synthetisches 13-Aminosäuren-Analogon des körpereigenen Hormons Alpha-MSH (Alpha-Melanozyten-stimulierendes Hormon). Entwickelt wurde die Substanz Anfang der 1980er-Jahre von Victor Hruby und Mac Hadley an der University of Arizona, ursprünglich als stabiles Forschungswerkzeug zur Untersuchung der Melanotropin-Biologie – das natürliche Alpha-MSH baut im Körper zu schnell ab, um es unter kontrollierten Bedingungen zuverlässig zu erforschen.

Dieses 10mg-Vial eignet sich für Forschungsansätze rund um Melanocortin-Rezeptor-Signalwege, Melanogenese und Photoprotektion – untersucht wird dabei u. a. die durch gesteigerte Melaninproduktion hervorgerufene Hautbräunung.

Wirkungsmechanismus

Melanotan I bindet als Agonist bevorzugt an den Melanocortin-1-Rezeptor (MC1R) auf Melanozyten und aktiviert darüber die Eumelanin-Synthese – das dunkle, UV-abschirmende Hautpigment, dessen vermehrte Bildung sich als bräunere Haut zeigt. Zwei gezielte Modifikationen gegenüber dem natürlichen Alpha-MSH – der Ersatz von Methionin an Position 4 durch Norleucin sowie die Umkehrung von Phenylalanin an Position 7 in die D-Form – verleihen dem Molekül eine deutlich verlängerte biologische Aktivität und erhöhte Resistenz gegenüber enzymatischem Abbau. Wegen dieser Rezeptorspezifität konzentriert sich die untersuchte Wirkung weitgehend auf die Melanozyten-Aktivierung.

Technische Spezifikationen

Eigenschaft Details
Produktname Melanotan I (Afamelanotide)
CAS-Nummer 75921-69-6
Menge 10mg
Form Lyophilisiertes Pulver
Sequenz Ac-Ser-Tyr-Ser-Nle-Glu-His-D-Phe-Arg-Trp-Gly-Lys-Pro-Val-NH2
Molekülformel C₇₈H₁₁₁N₂₁O₁₉
Molekulargewicht 1646,85 g/mol
Reinheit ≥98,9 % (HPLC)
Analyse HPLC / LC-MS
Lagerung 2–8 °C

Lagerung: Bei −20 °C (Langzeit); nach Rekonstitution bei 4 °C, zeitnah verwenden. Vor Licht und Feuchtigkeit schützen.

Quelle: Sawyer T.K. et al., “4-Norleucine, 7-D-phenylalanine-alpha-melanocyte-stimulating hormone: a highly potent alpha-melanotropin with ultralong biological activity”, Proceedings of the National Academy of Sciences USA, 1980;77(10):5754-5758

Haftungsausschluss: Nicht für den menschlichen oder veterinärmedizinischen Gebrauch bestimmt. Nur für Laborforschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke.

Rekonstitution: Beispielrechnung

Für eine Arbeitskonzentration von 10 mg/ml wird das 10-mg-Vial mit 1 ml sterilem Bakteriostatischem Wasser (BAC Water) rekonstituiert. Das Wasser langsam an der Gefäßinnenwand entlang einspritzen und das Vial vorsichtig schwenken statt zu schütteln.

Häufig gestellte Fragen

Ist Melanotan I dasselbe wie Melanotan II?
Nein. Melanotan I (Afamelanotide) ist ein linear aufgebautes 13-Aminosäuren-Peptid mit ausgeprägter MC1R-Selektivität, während Melanotan II ein zyklisches 7-Aminosäuren-Molekül mit breiterer Rezeptoraktivität ist – zwei eigenständige Substanzen mit unterschiedlicher Struktur.

Seit wann wird Melanotan I erforscht?
Die Substanz wurde erstmals 1980 von Sawyer und Kollegen an der University of Arizona beschrieben und zählt damit zu den am längsten untersuchten Alpha-MSH-Analoga in der Melanocortin-Forschung.

Qualitätssicherung

Jede produzierte Charge durchläuft eine unabhängige Doppelprüfung: HPLC-Analyse zur Bestimmung der Reinheit sowie LC-MS-Analyse zum eindeutigen Nachweis von Molekülmasse und korrekter Peptidsequenz. Erst nach bestandener Prüfung wird eine Charge freigegeben.

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