MOTS-c ist ein mitochondrial kodiertes Peptid aus 16 Aminosäuren, das erstmals 2015 von Professor Changhan David Lee beschrieben wurde. Es handelt sich um das erste bekannte mitochondriale Peptid, das als Signalmolekül zum Zellkern vordringt und dort die Genexpression reguliert.
Wirkungsmechanismus
Das Peptid aktiviert den AMPK-Signalweg (AMP-aktivierte Proteinkinase), den zentralen Energiesensor der Zelle. Dies reguliert den Glukose- und Fettstoffwechsel, stimuliert die mitochondriale Biogenese und verbessert die Insulinsensitivität. Unter zellulärem Stress transloziert es in den Zellkern und aktiviert antioxidative Gene über Nrf2- und ARE-abhängige Mechanismen.
Forschungsanwendungen
- Stoffwechselforschung und Diabetologie
- Altersforschung (endogene Spiegel sinken mit dem Alter)
- Skelettmuskel-Homöostase und Knochenstoffwechsel
- Untersuchung von Typ-2-Diabetes, Adipositas und mitochondrialer Dysfunktion
Spezifikationen
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
| Molekulare Formel | C101H152N28O22S2 |
| Reinheit | ≥98,9% (HPLC) |
| Analyse | HPLC/LC-MS |
| Lagerung | 2–8 °C |
Nur für Forschungszwecke. Nicht für menschliche oder veterinärmedizinische Anwendung bestimmt.
Rekonstitution: Beispielrechnung
Für eine Arbeitskonzentration von 10 mg/ml wird das 10-mg-Vial mit 1 ml, das 40-mg-Vial mit 4 ml sterilem Bakteriostatischem Wasser (BAC Water) rekonstituiert. Das Wasser langsam an der Gefäßinnenwand entlang einspritzen und das Vial vorsichtig schwenken statt zu schütteln.
Häufig gestellte Fragen
Warum gibt es MOTS-C in zwei Packungsgrößen?
Die 10-mg-Menge eignet sich für kürzere Testreihen, die 40-mg-Menge für Langzeit-Versuchsreihen mit reduziertem Rekonstitutionsaufwand.
Unterscheidet sich MOTS-C strukturell von anderen Forschungspeptiden im Sortiment?
Ja — MOTS-C ist mitochondrial kodiert statt nuklear, was es zu einem eigenständigen Forschungsgegenstand innerhalb der Mitochondrien-Signalwegforschung macht.
Qualitätssicherung
Jede produzierte Charge durchläuft eine unabhängige Doppelprüfung: HPLC-Analyse zur Bestimmung der Reinheit sowie LC-MS-Analyse zum eindeutigen Nachweis von Molekülmasse und korrekter Peptidsequenz. Erst nach bestandener Prüfung wird eine Charge freigegeben.






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